Wortschatz & Grammatik

Hier werden die Unterschiede zwischen dem österreichischen Deutsch und dem deutschem Deutsch in aller Kürze zusammengefasst. Eine ausführliche Darstellung finden Sie in den jeweiligen Kapiteln des Buches.

Das österreichische Deutsch unterscheidet sich vom deutschen Deutsch vor allem im Wortschatz. Beispiele für unterschiedliche Begriffe finden sich am Ende dieser Seite. Meist können die Ausdrücke des deutschen Deutsch problemlos durch Ausdrücke des österreichischen Deutsch ersetzt werden.

Daneben gibt es auch gravierende Unterschiede in der Grammatik. So werden beispielsweise das Präteritum und das Plusquamperfekt seit dem 16./17. Jahrhundert in Österreich und im Süden Deutschlands nur noch in der schriftlichen Form verwendet. Beim mündlichen Erzählen wird an Stelle des Präteritums das Perfekt gebraucht. Dadurch sind neue Zeitformen entstanden, die unsere Sprache bereichert haben: z. B. das Doppelte Perfekt. Mehr dazu ebenfalls am Ende dieser Seite.

Unterschiede in der Schreibung auf Grund unterschiedlicher Aussprache! Ö: Buffet (französische Aussprache mit stummem t), D: Büfett (eingedeutscht mit ausgesprochenem t); Ö: Kücken (gesprochen mit kurzem Vokal), D: Küken (gesprochen mit langem Vokal). Ö meist: Spaß (gesprochen mit langem Vokal), D auch: Spass (gesprochen mit kurzem Vokal). In Österreich verwendet man an Stelle von „Geschoß“ eher „Stock(-werk)“, an Stelle von „zweigeschoßig“, „dreigeschoßig“ eher „zweistöckig“, „dreistöckig“. Wenn in Österreich das Wort „Geschoß“ (sowohl im Sinn von „Stockwerk“ als auch im Sinn von „Projektil“) verwendet wird, dann wird es eher mit langem Vokal gesprochen und eher mit ß geschrieben, in Deutschland eher mit kurzem Vokal und daher mit ss geschrieben. In Österreich herrscht die Tendenz, den Vokal in einsilbigen Wörtern zu dehnen. In einigen Regionen Deutschlands werden hingegen umgangssprachlich die Einsilber verkürzt (z. B. „Bad“ mit kurzem a).

Auf die Umlaute nicht vergessen! Ö: zweifärbig, D: zweifarbig; Ö: bleihältig, D: bleihaltig; Ö: ¼-zöllig, D: ¼-zollig, Ö: 5-grädig (bei Bier), D: 5-gradig; Ö: die Bögen, die Krägen, D: die Bogen, die Kragen; Ö: die Generäle, die Admiräle, D: die Generale, die Admirale; Ö: nützen, benützen, Benützeroberfläche etc., D: nutzen, benutzen, Benutzeroberfläche etc. Aber Achtung, es gibt Ausnahmen! D: Krämer, Ö: Kramer (oder Greißler), D: Lüster (Kronleuchter), Ö: Luster. In der Umgangssprache wird aber das Prinzip der „Umlauthinderung“ wirksam: Wir schreiben zwar „hüpfen“, sagen aber „hupfen“.

Im Zweifelsfall das sächliche Geschlecht (vor allem bei Lehnwörtern)! Ö: das Cola, D: die Cola; Ö: das Offert, D: die Offerte; Ö: das Service (= Bedienung, Kundenservice), D: der Service; Ö: das E-Mail, D: die E-Mail; Ö: das SMS; D: die SMS; Ö: das Masters (im Sport), D auch: die Masters; Ö: das Radar, D auch: der Radar; Ö: das Sakko, D: der Sakko (oft auch Jackett), Ö immer: das Kondom, D auch: der Kondom; Ö meist: das Prospekt, D: der Prospekt; Ö immer: das Sandwich, D auch: der Sandwich, Ö: das Podest, D auch: der Podest. Aber Achtung, es gibt Ausnahmen! Ö meist: der Gehalt (Lohnzahlung), D nur: das Gehalt.

Meist steht in Österreich „herum“ statt „umher“! In Deutschland unterscheidet man zwischen „umher“ (= kreuz und quer) und „herum“ (= im Kreise, ringsum). Ö: Wir sind in der Stadt lange herumgefahren, bis wir das Kino gefunden haben. D: Wir sind lange umhergefahren, bis wir das Kino gefunden habe.

Dem ausgefallenen Endungse bei Substantiven und Adjektiven keine Träne nachweinen! Ö: die Tür, D: die Türe; Ö: der Ochs; D: der Ochse; Ö: feig, D: feige; Ö: stupid, D: stupide etc. Der Ausfall des e am Wortende ist typisch für das österreichische Deutsch (und für den Sprachgebrauch im süddeutschen Raum).

Manchmal existieren Wörter in zwei verschiedenen Versionen (mit e und ohne e); die Formen ohne Endungs-e sind typisch für den Sprachgebrauch in Österreich: Ö: der Akt (= Sammlung von Schriftstücken), D: die Akte; Ö: der Zigarettenspitz (Mundstück), D: die Zigarettenspitze, (in einigen Fällen unterscheidet sich der Gebrauch bei „der Spitz/die Spitze“ allerdings nicht: Ö+D: an der Spitze des Feldes; Ö+D: die Spitze des Messers/des Eisbergs); Ö meist: das Eck, D meist: die Ecke (Ö: das Eck vom Käse, D: die Ecke vom Käse), (in einigen Fällen unterscheidet sich der Gebrauch bei „das Eck/die Ecke“ allerdings nicht: Ö+D: den Ball ins lange Eck schießen, Ö+D: das Dreieck, das Viereck, das Deutsche Eck).

Hauptwörter mit Verkleinerungsendungen auf -l, -erl usw. tragen in der Mehrzahl immer ein -n, ganz egal um welchen Fall es sich handelt! 1. Fall: „Die Powidltascherln haben gut geschmeckt.“ 2. Fall: „Die Fülle der Powidltascherln war ausgezeichnet.“ 3. Fall: „Er kann den Powidltascherln nichts abgewinnen.“ 4. Fall: „Wir haben Powidltascherln gegessen.“ Aber Achtung: Es gibt auch Wörter, die auf -l enden und keine Verkleinerungsformen sind. Tückisch sind vor allem Maskulina wie „Knödel“, „Stadel“, etc. Sie tragen nur im 3. Fall, Mehrzahl, ein -n: 1. Fall: „Die Knödel haben gut geschmeckt.“ 2. Fall: „Die Fülle der Knödel war ausgezeichnet.“ 3. Fall: „Er kann den Knödeln nichts abgewinnen.“ 4. Fall: „Wir haben Knödel gegessen.“ Karl Valentin hat zu diesem Sprachproblem einen Kabaretttext geschrieben. Während Liesl Karlstadt im 1. Fall Mehrzahl korrekt „die Semmelknödel“ sagt, plädiert er nicht nur für „die Semmelknödeln“, sondern sogar für „die Semmelnknödeln“. (http://www.kieninger-diessen.de/KV-Semmelnknoedeln.htm)

Einige Adverbien tragen in Österreich ein Endungs-s! So wird „weiters“ (im Sinn von „weiterhin“ oder „ferner“) in Österreich mit s am Wortende gebraucht, genauso „durchwegs“ („durchwegs heiter“). Das österreichische „öfters“ kann nicht in allen Fällen verwendet werden, „durchgehends“ veraltet, die Form ohne s ist bereits häufiger anzutreffen.

Ein e in der Wortfuge ist in Österreich seltener anzutreffen! Ö: Tragtasche; D: Tragetasche; Ö: Tagblatt, D: Tageblatt; Ö: Taggeld, D: Tagegeld.

Mit dem Reflexivpronomen „sich“ nicht geizen! Ö: Es lohnt sich nicht; D auch: Es lohnt nicht; Ö: Sie soll sich nicht zu viel erwarten, D auch: Sie soll nicht zu viel erwarten; Ö: Er soll sich niederknien. D auch: Er soll niederknien.

Zwischen „da“ und „dort“, „dahin“ und „dorthin“ genau unterscheiden! Ö: ein Ereignis am Ort des Sprechers wird mit „da“ umschrieben, ein Ereignis an einem vom Sprecher entfernten Ort mit „dort“; D: es kann in beiden Fällen „da“ verwendet werden. Ö: „Beim nächsten Toscana-Urlaub fahre ich nicht mehr nach Siena, denn ich war schon letztes Jahr dort.“ D: „... denn ich war schon letztes Jahr da.“ Das Gesagte gilt auch für „dahin“ und „dorthin“.

Zwischen „her“ und „hin“ genau unterscheiden! Im Allgemeinen wird mit „her“ die Richtung auf den Standpunkt des Sprechers zu ausgedrückt. Mit „hin“ wird die Richtung vom Standpunkt des Sprechers weg ausgedrückt. (Das gilt nicht für den übertragenen Gebrauch von Zeitwörtern. In diesen Fällen steht durchgehend „her“: „Sie sind über ihn hergezogen.“) Bei den zusammengesetzten Adverbien „herauf/hinauf“, „heraus/hinaus“, „herunter/hinunter“, „herüber/hinüber“, „herein/hinein“ wird in Deutschland an dieser Unterscheidung selbst in der Standardsprache nicht mehr konsequent festgehalten, in Österreich hingegen sehr wohl. Ö: den Bissen hinunterschlucken, D auch: den Bissen herunterschlucken Ö: das Werkzeug dem Mann auf die Leiter hinaufreichen, D: das Werkzeug dem Mann auf die Leiter heraufreichen. Der unterschiedliche Gebrauch hängt damit zusammen, dass in der norddeutschen Umgangssprache die verkürzten Formen „rauf“ (= herauf), „raus“ (= heraus), „runter“ (= herunter), „rüber“ (= herüber) und „rein“ (= herein) ohne Rücksicht auf die Richtung gebraucht werden. D: „Komm, wir gehen gleich in den Saal rein!“ Ö: „Komm, wir gehen gleich in den Saal hinein!“ D: „Schau, er klettert den Baum rauf!“ Ö: „Schau, er klettert den Baum hinauf.“ Auch in der österreichischen Umgangssprache wird die Richtung strikt beachtet: „Schau, er klettert den Baum ‘nauf (= hinauf)!“ „Komm, wir gehen auf die andere Straßenseite ‘nüber (= hinüber)!“.

Zahlen sind in Österreich im Allgemeinen männlich, nicht weiblich! Ö: Er hat in Mathematik einen Fünfer; D: ... eine Fünf; Ö: Sie ist mit dem Fünfer (Straßenbahnlinie 5) nachhause gefahren, D: Sie ist mit der Fünf nach Hause gefahren. In der Schriftsprache heißt es hingegen auch in Österreich: „Ein Zug der Straßenbahnlinie 5 ist entgleist“.

Es muss in der indirekten Rede bei dass-Sätzen nicht immer der Konjunktiv stehen! In der geschriebenen Form und in der Hochsprache wird in Österreich der Konjunktiv viel seltener verwendet als in Deutschland. D meist: Der Bundeskanzler sagte, dass das Gesetz in der besprochenen Form in die Begutachtung gegangen sei. Ö meist: Der Bundeskanzler sagte, dass das Gesetz in der besprochenen Form in die Begutachtung gegangen ist. Da der Konjunktiv in Österreich selten verwendet wird, dient er vor allem dazu, einen Zweifel an der Aussage auszudrücken. „Er sagte, dass sich die Grippeepidemie rasch ausbreite“ wird in Deutschland als neutrale Wiedergabe einer Aussage empfunden. In Österreich hat der selbe Satz einen anderen Klang; es entsteht der Eindruck, dass der Erzähler den Wahrheitsgehalt nicht überprüfen konnte oder ihn sogar in Frage stellt: „Er sagte, dass sich die Grippeepidemie rasch ausbreite (andere Experten halten das für Panikmache).“

Zeitwörter, die Körperhaltungen ausdrücken, wie beispielsweise „stehen“, „sitzen“, „liegen“ verlangen in Österreich (und Süddeutschland) „sein“ und nicht „haben“! Ö: ich bin gestanden, bin gesessen, bin gelegen etc., D: ich habe gestanden, habe gesessen, habe gelegen etc. Gleiches gilt für alle Zusammensetzungen dieser Wörter wie „dabeistehen, gegenüberstehen, stillstehen“ etc. sowie für den übertragenen Gebrauch. Ö: „Er ist unter Stress gestanden.“ D: „Er hat unter Stress gestanden.“

In Zweifelsfällen wird „sein“ verwendet. Intransitive Verben, die einen Zustand oder ein Geschehen in seiner Dauer ausdrücken, bilden das Perfekt mit „haben“: „Die Rosen haben lange geblüht.“ Intransitive Verben, die eine Zustands- oder Ortsveränderung beschreiben, bilden das Perfekt hingegen mit „sein“: „Die Rosen sind verblüht.“ Eigentlich müsste es heißen: „Im Urlaub haben wir viel geschwommen.“ und „Einmal sind wir bis zur Insel geschwommen.“ Selbst in Norddeutschland sagt man aber immer öfter: „Im Urlaub sind wir viel geschwommen.“

Im Zusammenhang mit Hitze, Kälte, Gestank verwendet man in Österreich „haben“ und nicht „sein“. Ö: „Es hatte 30 Grad im Schatten!“ – „Es hatte einen furchtbaren Gestank in diesem Zimmer!“ D: „Es waren 30 Grad im Schatten.“ – „Es war ein furchtbarer Gestank in diesem Zimmer!“.

Italienische Entlehnungen sind häufiger, die italienische Herkunft einzelner Wörter ist oft an der Schreibung erkennbar! Ö: Aviso, D: das/der Avis; Ö: detto, D: ditto; Ö: Kassa, D: Kasse (aber „Wiener Gebietskrankenkasse“ etc.), Ö: die Pasta, D: die Paste; Ö: Mocca, D: Mokka.

Keine übertriebenen Eindeutschungen! In Deutschland ist in einigen Fällen eine stärker eingedeutschte Schreibung (und Aussprache) üblich, während man sich in Österreich stärker ans Original hält. Ö: das Praliné (Betonung auf der 3. Silbe), D: die Praline (Betonung auf der 2. Silbe); Ö: das Buffet (stummes t), D: das Büfett (t wird ausgesprochen); Ö: die Sauce (französische Schreibung), D: die Soße (eingedeutschte Schreibung). (Außerhalb der Küchensprache wird auch in Österreich „Soße“ verwendet.

Auch die letzte Rechtschreibreform enthält übertriebene Eindeutschungen und trägt damit eine bundesdeutsche Handschrift. Es besteht allerdings kein Grund, die extremen Eindeutschungen in Österreich nachzuvollziehen, selbst der neueste Rechtschreibduden lässt beide Varianten zu. Man kann also davon ausgehen, dass in Österreich die nichteingedeutschten Formen dominieren werden, während die starken Eindeutschungen eher in (Nord-)Deutschland Platz greifen: Ö: Bravour, D auch: Bravur, Ö: Bouclé (Garn mit Knoten und Schlingen, Teppich daraus), D: Buklee, Ö: Charme, charmant, D auch: Scharm, scharmant; Ö: Csárdás, D: Tschardasch, Ö: Delphin, D auch: Delfin, Ö: Ghetto, D auch: Getto, Ö: Joghurt, D auch: Jogurt, Ö: Katarrh, D auch: Katarr, Ö: khakifarben, D auch: kakifarben, Ö: Mayonnaise, D auch: Majonäse, Ö: Nougat, D auch: Nugat, Ö: Panther, D auch: Panter, Ö: Penthouse, D auch: Penthaus; Ö: Portemonnaie, D auch: Portmonee, Ö: rauh, D auch: rau, Ö: Sketch, D auch: Sketsch; Ö: Spaghetti, D auch: Spagetti, Ö: Thunfisch, D auch: Tunfisch, Ö: Vandale, D auch: Wandale ).

In der österreichischen Fußballsprache kommen englische Lehnwörter häufiger vor! Ö auch: Goal neben Tor, Ö auch: Corner neben Eckball, Ö auch: Out neben Aus, Ö auch: Penalty neben Elfmeter, Ö auch: Goalie, Goalkeeper neben Tormann etc. Das Wort „Torwart“ wird in Österreich kaum verwendet, „Torhüter“ ist hingegen sehr beliebt (z. B. „Teamtorhüter“).

Keine falschen Mehrzahl-s, die im Norden Deutschlands ihren Ursprung haben! Nicht: die Fräuleins, die Mädels, die Bengels, sondern richtig: die Fräulein, die Mädel, die Bengel etc.

Kein Mehrzahl-s als Kollektivbezeichnung für Mitglieder einer Familie: D: die Schulzens, die Hämmerles, Ö: die Familie Schulz, das Ehepaar Hämmerle.

Das Präteritum (früher Imperfekt genannt) ist in Österreich und im ganzen Süden Deutschlands als mündliche Erzählform ausgestorben, statt dessen wird im Perfekt erzählt! Ö: „Ich bin in die Stadt gefahren und habe mir einen Mantel gekauft.“ D: „Ich fuhr in die Stadt und kaufte mir einen Mantel.“ Daneben kann man sich in vielen Fällen aber auch in der Schriftform entscheiden, ob man das Perfekt an Stelle des Präteritums verwendet, wobei die beiden Zeiten unterschiedliche Funktionen haben: Das Präteritum signalisiert Distanz und Nüchternheit, das Perfekt bringt zum Ausdruck, dass der Schreibende an der Sache Anteil nimmt, dass ihm die Sache wichtig ist. Außerdem kommt noch hinzu, dass das Perfekt in Österreich als die vertraute Erzählzeit empfunden wird, das Präteritum klingt gekünstelt (nach Art eines Polizeiberichts).

Eine Ausnahme sind die Präteritumformen der Hilfszeitwörter „sein“, „werden“, „können“ etc. Die Formen „war“, „wurde“, „konnte“ etc. werden auch dann verwendet, wenn im Perfekt erzählt wird. Es muss also nicht heißen: „es ist kalt gewesen“, die Formulierung „es war kalt“ ist völlig ausreichend. Hilfszeitwörter dienen auch dazu, Präteritumformen mit unserem Sprachgefühl in Einklang zu bringen: Aus einem gekünstelt wirkenden „ich fasste es nicht“ wird ein als normal empfundenes „ich konnte es nicht fassen“.

Zeitungsmeldungen beginnen oft mit dem Perfekt und wechseln dann ins Präteritum! Der Beginn im Perfekt signalisiert Aktualität und Anteilnahme: „Knallefekt bei der VA Tech: Der bisherige Großaktionär Mirko Kovats hat Sonntagabend seine Anteile an dem börsenotierten Linzer Technologiekonzern an Siemens verkauft. Die Verträge wurden am späten Nachmittag unterzeichnet, wie der Industrielle am Abend bestätigte. Kovats begründete diesen Schritt mit dem weiterhin gegebenen Staatseinfluss in der VA Tech.“

Kein „falsches Präteritum“ verwenden! In Österreich neigt man dazu, das Präteritum auch dann zu verwenden, wenn ein Perfekt zwingend vorgeschrieben ist („falsches Präteritum“). In folgenden Fällen muss das Perfekt stehen, und nicht das Präteritum: (1) Das Ergebnis eines Ereignisses der Vergangenheit liegt auch noch in der Gegenwart vor: „Es hat geschneit!“ – „Im Lotto sind folgende Zahlen gezogen worden: ...“ Falsches Präteritum: „Es schneite. „Im Lotto wurden folgende Zahlen gezogen: ....“ (2) Frage nach dem Schuldigen: „Hat er es getan, oder hat er es nicht getan? “ Falsches Präteritum: „Tat er es oder tat er es nicht?“ (3) Sätze mit Zeitangaben: „Kurz nach Mitternacht haben sich Bund, Länder und Gemeinden nach langen zähen Verhandlungen auf einen neuen Finanzausgleich geeinigt. Falsches Präteritum: „Kurz nach Mitternacht einigten sich Bund, Länder und Gemeinden nach langen zähen Verhandlungen auf einen neuen Finanzausgleich.“ – „Ursprünglich hat man als „Kuberer“ jenen Polizisten bezeichnet, der die Prostituierten kontrolliert. Später ist der Ausdruck „Kiberer“ auf Kriminalpolizisten gemünzt worden. Falsches Präteritum: „Ursprünglich bezeichnete man als „Kuberer“ jenen Polizisten, der die Prostituierten kontrolliert. Später wurde der Ausdruck „Kiberer“ auf Kriminalpolizisten gemünzt.

Ereignisse der Vergangenheit können auch im Präsens geschildert werden. „Um 15.30 Uhr setzt sich der Trauerzug in Bewegung. Tausende Menschen stürmen Richtung Sarg, schwenken Transparente, die palästinensischen Sicherheitskräfte geben Warnschüsse ab.“ – „Die Wiener Arbeiterkammer schlägt Alarm: Immer weniger Lehrstellen, immer mehr Jugendliche, die vergeblich einen Ausbildungsplatz suchen ... Was der Arbeiterkammer missfällt: Von Jahr zu Jahr sind weniger Betriebe bereit, Lehrlinge auszubilden.“

Das Präteritum wird in Überschriften meist vermieden. „Griechen rechneten sich Budget schön“ klingt gekünstelt. Oft gibt es Alternativen im Präsens: „Athener Budgetmanipulation verärgert Brüssel“. Beliebt sind auch verkürzte Partizipialkonstruktionen: „Hilfe vom ÖAMTC: Wiener nach Raubüberfall heimgeflogen“.

Kommentare und Glossen stehen vorwiegend im Präsens oder im Perfekt, nicht im Präteritum! Damit wird unterstrichen, dass es sich um eine persönliche Meinung handelt. Es wird zum Ausdruck gebracht, dass das Thema dem betreffenden Journalisten wichtig ist, dass die Aussage von Gültigkeit und von Dauer ist. Außerdem verbessert sich die Lesbarkeit des Textes.

Vorsicht bei Präpositionen! In einigen Fällen werden in Österreich andere Präpositionen verwendet als in Deutschland. Ö: „Ich kaufe ein Handy um 0 Euro!“, D: „Ich kaufe ein Handy für 0 Euro“. Ö: „Ich abonniere die Zeitschrift „um 30 Euro.“ D: „Ich abonniere die Zeitschrift für 30 Euro.“. Ö: „Er geht schon in die Schule.“ D: „Er geht schon zur Schule.“

Das Wort „vergessen“ kann in Österreich zusammen mit „auf“ verwendet werden, in Deutschland steht immer der Akkusativ. Ö: Er war so in die Arbeit vertieft, dass er aufs Essen vergessen hat. D: Er war so in die Arbeit vertieft, dass er das Essen vergessen hat. Ö: Haben denn alle auf mich vergessen. D: Haben mich denn alle vergessen. Im österreichischen Deutsch sind subtile Unterscheidungen möglich: „Ich habe meinen Schirm vergessen!“ (= Ich habe ihn stehen lassen!) – „Ich habe auf meinen Schirm vergessen!“ (= Ich habe nicht daran gedacht, ihn mitzunehmen!)

Unterschiede in der Grammatik/in der Formenlehre: Ö: jemand anderer, D: jemand anders; Ö: er hat die Arbeit hingehaut, D: er hat die Arbeit hingehauen; Ö: Ich habe es kommen gesehen/Wir haben ihn singen gehört, D: Ich habe es kommen sehen/Wir haben ihn singen hören; Ö: jemanden kündigen, D: jemandem kündigen; Ö: zu zweit, zu dritt etc. D auch: zu zweien, zu dreien; Ö: der siebente, D: der siebte.

Keine Angst vor dem Fugens! Ö: Schweinsbraten, Rindsbraten, D: Schweinebraten, Rinderbraten; Ö: Zugsunglück, Zugsabteil, Bahnhofsbuffet, D: Zugunglück, Zugabteil, Bahnhofbüfett; Ö: Aufnahmsprüfung, D: Aufnahmeprüfung (aber Ausnahmezustand hat sich auch in Ö durchgesetzt); Ö: Fabriksarbeiter(in), Fabrikshalle, fabriksneu, etc., D: Fabrikarbeiter(in), Fabrikhalle, fabrikneu; Ö: Spitalsabteilung, Spitalsarzt, D: Spitalabteilung, Spitalarzt; Ö: Gelenksentzündung, Gelenkschirurgie, D: Gelenkentzündung, Gelenkchirurgie, Ö: Bestandsaufnahme, Bestandsgarantie, D: Bestandaufnahme, Bestandgarantie; Ö: Überfallskommando, D: Überfallkommando.

Schwankend ist die Schreibweise bei Wörtern wie „Einkommen(s)steuer“, „Vermögen(s)steuer“, „Versicherung(s)steuer“ etc. Hier ist die Situation in Österreich ähnlich wie in Deutschland: Der Gesetzgeber verwendet eher die Formen ohne Fugen-s, in den Medien und in der Alltagskommunikation sind auch die Formen mit Fugen-s anzutreffen.

Aber Achtung, es gibt Ausnahmen! Ö: Adventkalender, D: Adventskalender; Ö: Tabakbeutel, Tabakdose, D: Tabaksbeutel, Tabaksdose.

Auch Namenstage von Heiligen nicht mit Fugen-s, sondern mit lateinischem Genitiv-i: Ö: Stefanitag“, D: Stephanstag; Ö: Florianiprinzip, D: Floriansprinzip, Ö: Martinigansl, D: Martinsgans.

Monatsnamen: Der erste Monat des Jahres heißt in Österreich „Jänner“, in Deutschland „Januar“. Der zweite Monat wird auch in Österreich mehrheitlich als „Februar“ bezeichnet, „Feber“ hat sich nicht durchgesetzt.

Wo der Rechtschreibduden und das Österreichische Wörterbuch nicht einer Meinung sind: (1) Österreichisches Wörterbuch: „Es ist mir Wurst.“ Duden: „Es ist mir wurst.“ Da auch „egal“ klein geschrieben wird, empfiehlt es sich, in diesem Fall dem Duden zu folgen: „Es ist mir wurst.“ „Es ist mir powidl.“ „Es ist leinwand.“ (2) Der Duden führt „sodass“ als Hauptform und „so dass“ als Nebenform an, das Österreichische Wörterbuch hält es umgekehrt. Es empfiehlt sich, die vom Österreichischen Wörterbuch vorgeschlagene Getrenntschreibung „so dass“ anzuwenden, weil sie fehlervermeidend ist. (3) Der Duden vertritt die Meinung, dass bei der Schreibung von „einmal“ oder „ein Mal“ die Betonung entscheidet: Erstbetonung: „einmal“, Endbetonung: „ein Mal“. Das Österreichische Wörterbuch kennt diese Regel nicht. Es erscheint sinnvoll, so wie das Österreichische Wörterbuch die Schreibweise freizugeben.

Es gibt mehr Zeiten, als der Duden wahr haben will, z. B. das Doppelte Perfekt. In Österreich ist in der Umgangssprache das Doppelte Perfekt sehr beliebt: „Ich habe es vergessen gehabt.“ „Ich bin eingeschlafen gewesen.“ Daneben gibt es auch ein Doppeltes Plusquamperfekt: „Ich hatte es vergessen gehabt.“ „Ich war eingeschlafen gewesen.“ Oft werden diese Zeiten im Konjunktiv gebraucht: „Gut, dass du mich gestern erinnert hast – ich hätte es vergessen gehabt.“ Der Duden beschreibt das Tempussystem der deutschen Sprache mit sechs Begriffen: Präsens, Präteritum (früher Imperfekt oder Mitvergangenheit), Perfekt, Plusquamperfekt, Futur I und Futur II (früher Futur exakt). Dieses System ist vom Lateinischen abgekupfert. Allerdings kann mit dem lateinischen Zeitensystem unser heutiger Sprachgebrauch nur lückenhaft beschrieben werden. Schaut man genau hin, so bemerkt man, dass es im Deutschen mehr als sechs Tempora gibt, die sich in folgende Kategorien gliedern lassen.

Präsenszeiten: Dazu gehören das Präsens (ich vergesse es), das Perfekt (ich habe es vergessen) und das Doppelte Perfekt (ich habe es vergessen gehabt).

Präteritumzeiten: Dazu gehören das Präteritum (ich vergaß es), das Plusquamperfekt (ich hatte es vergessen) und das Doppelte Plusquamperfekt (ich hatte es vergessen gehabt).

Die Futurzeiten: Dazu gehören das Futur I (ich werde es vergessen), das Futur II (ich werde es vergessen haben) und das Futur III (ich werde es vergessen gehabt haben).

Hinzuzählen könnte man noch Konditionalis I (ich würde es vergessen), Konditionalis II (ich würde es vergessen haben) und Konditionalis III (ich würde es vergessen gehabt haben).

Die beiden Tempusformen Präteritum (ich vergaß es) und Perfekt (ich habe es vergessen) haben eine Gemeinsamkeit: Sie werden dazu benützt, um Handlungen oder Ereignisse zu schildern, die in der Vergangenheit passiert sind. Daneben gibt es aber auch einige ganz gravierenden Unterschiede im Gebrauch.

Das Präteritum dient als Erzählzeit in Romanen, in Märchenbüchern, in Zeitungsberichten, es signalisiert eine Distanz des Erzählers zum Erzählten. Oft wird es für eine Abfolge von Ereignissen verwendet, die schon weiter zurückliegen.

Das Perfekt wird dann verwendet, wenn das Ergebnis der vergangenen Handlung auch noch in der Gegenwart von Bedeutung ist: („Schau, es hat geschneit!“, „Hat er es getan oder hat er es nicht getan?“, „Grillparzer hat bedeutende Dramen geschrieben!“ etc.) Es signalisiert die persönliche Involvierung des Erzählers mit dem Erzählten. Somit dient das Perfekt als Erzählzeit in persöhnlich gehaltenen Briefen, in Leitartikeln und Glossen der Tageszeitungen, aber auch in Romanen, die im Ductus der Alltagskommunikation geschrieben sind (vgl. die überaus erfolgreichen Krimis von Wolf Haas). Oft wird das Prefekt auch dann verwendet, wenn etwas gerade passiert ist. Der erste Satz eines Berichts in einer Zeitung steht meist im Perfekt, dann wird ins Präteritum gewechselt.

Zur Zeit werden auch im Norden des deutschen Sprachraums die Präsenszeiten immer häufiger verwendet, der Gebrauch der Präteritumzeiten geht zurück. Dies hängt wahrscheinlich auch damit zusammen, dass die Präteritumzeiten so gekünstelt, so kalt wirken. Wer über ein Ereignis der Vergangenheit berichtet, der will doch wohl den Eindruck erwecken, dass dieses Ereignis auch weiterhin von Bedeutung ist! Wer will, dass man ihm zuhört, der wird im Perfekt und nicht im Präteritum erzählen! Außerdem kann das Präteritum meist mühelos durch das Perfekt ersetzt werden (umgekehrt jedoch nicht): „Er kränkt sich, weil sie ihn nicht eingeladen haben.“ Hier kann das Perfekt („eingeladen haben“) nicht durch das Präteritum („einluden“) ersetzt werden. Es wäre falsch zu sagen: „Er kränkt sich, weil sie ihn nicht einluden.“ Auch der Satz „Tat er es oder tat er es nicht?“ ist falsch. Richtig muss es heißen: „Hat er es getan oder hat er es nicht getan?“ Denn aus dem Zusammenhang wird deutlich, dass die Handlung der Vergangenheit in der Gegenwart von Bedeutung ist.

Bastian Sick bezeichnet das Doppelte Perfekt in einer Zwiebelfisch-Kolumne als „Ultra-Perfekt“ (in dem Buch „Der Dativ ist dem Genetiv sein Tod“ ist die Kolumne auf den Seiten 179 bis 182 abgedruckt). Schon der Name „Ultra-Perfekt“ zeugt vom Unverständnis für diese Zeitform. Bastian Sick ist außerdem der irrtülichen Auffassung, dass sich diese Zeit „zwischen Perfekt und Plusquamperfekt eingenistet hat“, er glaubt, dass es sich um eine Art Verstärkung des Perfekts handelt: „Erst das Ultra-Perfekt macht das Perfekt wirklich perfekt.“

Die von ihm präsentierte Entstehungsgeschichte ist skurill. Sebastian Sick meint, das Doppelte Perfekt wäre von Hausfrauen erfunden worden. Er prägt daher den Begriff „Hausfrauenperfekt“ und nennt Beispiele wie „Unterhosen hab ich schon im Katalog bestellt gehabt“ – „Dass ich weniger Süßes essen soll, haben die mir im Krankenhaus ja nicht gesagt gehabt“. Die Kinder dieser Hausfrauen hätten die Zeitform übernommen und über das Internet verbreitet. Dadurch hätte das Doppelte Perfekt „die Schwelle vom gesprochenen Deutsch zum geschriebenen Deutsch“ überschritten.

In der Tat ist das Doppelte Perfekt deshalb entstanden, weil im Süden des deutschen Sprachraums in der Alltagskommunikation immer im Perfekt erzählt wird. Um Vorzeitigkeit auszudrücken, ist eine neue Zeit entstanden, das Doppelte Perfekt: „Gestern bin ich in den Supermarkt gegangen, um eine Seife für meine Mutter zu kaufen. Als ich im Geschäft war, habe ich vergessen gehabt, was ich eigentlich besorgen wollte. Erst bei der Kassa ist es mir wieder eingefallen.“

Das Doppelte Perfekt ist selbstverständlich keine Erfindung unserer Zeit. Genauso wenig wie das Doppelte Plusquamperfekt. Diese Tempora finden sich in zahlreichen Grammatiken, beginnend mit dem 17. Jahrhundert. Zitate kann man auch bei berühmten Schriftstellern aufspüren, die nicht aus dem österreichischen oder süddeutschen Sprachraum stammen: von Goethe bis Grass. Aber die muss man ja nicht gelesen haben.

Liste von Ausdrücken des deutschen Deutsch, die problemlos durch Ausdrücke des österreichischen Deutsch ersetzt werden können:

ab und an > ab und zu

Abfindung > Abfertigung

Abitur > Matura

alle sein > aus sein, ausverkauft sein

anfassen > angreifen

Anlage (zu einem Brief) > Beilage

anliegend > beiliegend

Apfelsine > Orange

Aprikose > Marille

Aubergine > Melanzani

Ausrufezeichen > Rufzeichen

bescheuert, bekloppt > deppert, blöd

Bindfaden > Spagat, Schnur

Birma, birmesisch > Burma, burmanisch

Blumenkohl > Karfiol

bohnern > wachsen

Bordstein > Randstein

Brötchen > Semmel

Brückentag > Fenstertag (reg. Zwickeltag)

Brühe > klare Suppe

Buletten > Fleischlaibchen

Bulle > Ki(e)berer (reg.), Buz (reg.)

Bundesinnenminister (nur in D) > Ö: Innenminister

Bürgersteig > Gehsteig

Diele > Vorzimmer

Eintrag (Mzl. Einträge) > Eintragung (Mzl. Eintragungen)

Eisbein > Stelze

Etage > Stock

Fahrstuhl > Aufzug, Lift

Falschfahrer > Geisterfahrer

Federbett > Tuchent

Feldsalat > Vogerlsalat (im Osten), Rapunzel (im Westen und Süden)

Frikadellen > Fleischlaibchen

Gardine > Vorhang

Gebäck (süße Kleinigkeiten) > Bäckerei

Geldautomat > Bankomat

Geschoss > Stock(-werk), Geschoß

Geschoss (Projektil) > Geschoß

Glaser > Glaserer

Grieben > Grammeln

Grill (Gerät zum Grillen) > Griller

Grüne Bohnen > Fisolen (reg. Bohnschoten, Strankerln)

Grundschule > Volksschule

Hackfleisch > Faschiertes

Hähnchen > Hendl, Huhn

Harke, harken > Rechen, rechen

Hefezopf > Stri(e)zel

Heiligabend > Heiliger Abend

Jackett > Sakko

Jog(h)urt (männlich) > Joghurt (sächlich, im Osten auch weiblich)

Johannisbeere > Ribisel

Junge > Bub (bis 14/15), Bursch(e) (14/15 bis 17)

Jura > Jus

Karosserieschlosser > Autospengler

Kartoffel > Erdapfel

Karussell > Ringelspiel

Kassierer/in > Kassier/in

Kehricht > Mist

Kissen (Federkissen) > Polster

Klamotten > Bekleidung, Kleider, Gewand, Sachen zum Anziehen

klauen > stehlen

Klempner > Installateur, Spengler

Klinke > Schnalle

Klöße > Knödel

Klüngelei > Packelei

Knast (ugs.) > Häfen (ugs.), Gefängnis

kneifen > zwicken

Kneipe > Beisel, Wirtshaus, Gasthaus

Kohl > Kraut

Kommandeur (Befehlshaber eines militärischen Verbandes) > Ö: Kommandant

Kommissar (bei der Polizei) > Ö: Inspektor

kotzen (ugs.) > sich übergeben, speiben (ugs.)

Krümel > Brösel

Küster > Mesner (kein ss!)

Lache (Wasser) > Lacke (aber: Blutlache)

lecker sein > gut schmecken, appetitlich aussehen

Leitplanke > Leitschiene

Maulschelle (ugs.) > Watsche(n) (ugs.)

Meerrettich > Kren

Oberbürgermeister (nur in bestimmten Städten in D) > Ö: Bürgermeister

Paniermehl > Semmelbrösel

Pensionär (D: nur für Beamte) > Pensionist (Ö: für alle Bereiche)

Petersilie (weiblich) > Petersil (männlich)

Pfannkuchen > Palatschinke

Pfifferling > Eierschwammerl

Pfund > ½ Kilogramm

Pickel > Wimmerl

piesacken (ugs.) > sekkieren (ugs.)

Pinne > Reißnagel

Postbote > Briefträger

Puderzucker > Staubzucker

pusten > blasen

Quark > Topfen

Radler (Getränk) (weiblich) > Radler (männlich)

Reneklode > Ringlotte

Rentner (D: nur für Privatwirtschaft) > Rentner (Ö: hauptsächlich Unfallrentner, ugs. auch Mindestrentner)

Rosenkohl > Kohlsprossen

Rote Bete > Rote Rübe

Sahne > Rahm, Obers (nur im Osten und nur für das süße Produkt)

Sauerkirsche > Weichsel

Sauerkohl > Sauerkraut

schellen > läuten

Schlips > Krawatte

Schnake > Gelse, Stechmücke

Schnürsenkel > Schuhband

Schornsteinfeger > Rauchfangkehrer

Schrank > Kasten

Schranke (bei der Bahn) (weiblich) > Schranken (männlich)

Schreiner > Tischler

Schubkarren > Scheibtruhe

Sessel, Polstersessel > Fauteuil

Socke (weiblich) > Socken (männlich)

Sonnabend > Samstag

Soße (bei Speisen) > Sauce

sputen, sich > tummeln, sich

Sternerestaurant > Haubenrestaurant

Streichholz > Zündholz

Stuhl > Sessel

Tabakladen > Trafik

Teegebäck > Teebäckerei

Tomate > Paradeiser

Tresen > Schank

Tüte (rechteckig) > Sackerl

Tüte (spitz) > Stanitzel

Vergleich (im Konkursverfahren) > Ausgleich

Vetternwirtschaft > Freunderlwirtschaft

Vorfahrt > Vorrang

Vorgehensweise > Vorgangsweise

Weihnachtsbaum > Christbaum

Weihnachtsmarkt > Christkindlmarkt

Wirsing(-kohl) > Kohl

Wissenschaftler > Wissenschafter

Zwetschge > Zwetschke

zyprisch > zypriotisch